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Hilfe / Mengen, Kosten & Termine

QTO & LV — Mengen

Mengenermittlung aus dem Modell und das Leistungsverzeichnis, das darauf aufsetzt.

Der Reiter QTO&LV öffnet einen Tab in voller Breite mit zwei Ansichten auf denselben Daten: Mengenansätze (was wie gemessen wird) und Leistungsverzeichnis (welche Position welche Menge bekommt). Angelehnt an RIB iTWO und ÖNORM A 2063.

Drei Begriffe, keine Überschneidung

Begriffbeantwortetkommt aus
SmartViewwelche Bauteile?dem SmartViews-Modul
Mengenansatzwie wird gemessen? (Mengengröße oder Formel, Faktor)diesem Modul
Aufmaßzeilemit welchem Anteil geht eine Objektmenge / ein Ansatz in die Summe darüber ein?dem Aufmaßblatt — am Ansatz und an der LV-Position

Ein Ansatz hat keinen eigenen Objektfilter — seine Objektmenge istseine SmartView. Ohne SmartView hat er keine Bauteile und damit Menge 0; das ist sichtbar und gewollt, statt still „alle“ zu meinen und das ganze Modell zu summieren.

Mehrere Objektmengen in einem Ansatz (Aufmaßblatt)

Besteht eine Menge aus mehreren Teilmengen — Wände und Stützen, Regelquerschnitt und Sonderbereich, alles abzüglich der Öffnungen —, trägt der Ansatz ein eigenes Aufmaßblatt: je Zeile eine SmartView, mit Faktor und Vorzeichen. Die Menge des Ansatzes ist die Summe seiner Zeilen.

Aufmaßzeile hinzufügen
Rechtsklick auf den Ansatz. Die Objektmenge der neuen Zeile wählt man in der Spalte „Objektmenge“ (dort gibt es auch „Neu anlegen…“).
Aufmaßzeilen aus SmartViews…
Mehrere Ansichten ankreuzen und in einem Zug anhängen — auf Wunsch als Abzug.

Die Zeilen stehen als Unterzeilen unter ihrem Ansatz (Nummer 3, darunter 3.1, 3.2) — dieselbe Darstellung wie im Leistungsverzeichnis. Eingestellt wird jede Zeile dort, wo sie steht: Objektmenge, Art (Zugabe/Abzug), Mengengröße oder Formel, Faktor. Einheit und Positionsart bleiben am Ansatz — abgerechnet wird der Ansatz, und der hat genau eine Einheit.

Legt man am Ansatz die erste Zeile an, wird seine bisherige Objektmenge Zeile 1; bleibt beim Löschen nur eine Zeile übrig, ist sie wieder die Objektmenge des Ansatzes. Beim Sammel-Ansatz zeigt die Spalte „Objektmenge“ darum aus dem Aufmaßblatt.

Zwei Dinge sieht man einer Summe nicht an, deshalb werden sie gewarnt: eine Zeile, deren Einheit von der des Ansatzes abweicht (m² zu m³ addiert sich nicht), und doppelt gezählte Bauteile, wenn sich zwei Zugabe-Zeilen überschneiden. Abzugszeilen sind davon ausgenommen — dort ist die Überlappung der Zweck.

Die Grundregel: Mengen ändern sich nur auf Knopfdruck

SmartViews laufen live mit — die Mengen nicht. Eine Menge ändert sich erst, wenn jemand „Mengen übernehmen“ drückt. Ohne diese Regel würde ein Modellwechsel, ein icp-Lauf oder das Nachladen von Attributen die Abrechnungszahlen stillschweigend verschieben.
Bleibt eingefrorenBleibt live
Ansatz-Summe und Bauteilanzahl, alle LV-Mengen, LV-Summe, Kennzahlen, Verknüpfungsquote, beide ExporteSmartView-Auflösung, Bauteilliste im Nachweis, 3D-Einfärbung und -Isolierung, Abdeckung „nicht erfasst“, Doppelzählungs-Prüfung

Was du im LV tippst — Faktor, Vorzeichen, neue Aufmaßzeile, Einheitspreis — wirkt dagegen sofort. Das ist eine Eingabe, kein Nachlaufen. Die Leiste über den Ansichten hat drei Zustände: noch nichts übernommen, übernommen und aktuell (mit Zeitpunkt) und Abweichung — dann führt „Auswirkungen anzeigen“ zu einem Bericht „gilt jetzt → wäre neu“ je Ansatz und je Position, mit Δ und Prozent.

Automatisch übernommen wird an genau einer Stelle: nach „Geometrie berechnen“ — das ist der Knopf, der diese Zahlen überhaupt erst erzeugt.

Vollständiger Modellstand

Damit die Übernahme etwas Vollständiges einfriert, wird der geladene Stand gegen das Projekt gehalten. Fehlt ein Projektmodell, steht das als Warnung über den Zahlen — samt Knopf „Fehlende laden“. Auch geladene Modelle, die nicht zum Projekt gehören, werden benannt: ihre Bauteile zählten sonst unbemerkt mit. Ein Export mit unvollständigem Stand fragt zurück und nennt die fehlenden Modelle.

Ansätze anlegen

Neuer Ansatz
Einzeln anlegen und in der Tabelle einstellen.
Aus Modell
Gruppieren nach IFC-Klasse · PredefinedType · ObjectType · Eigenschaft, beliebig kombinierbar, optional auf bestimmte Klassen eingeschränkt — mit Live-Vorschau („N neue Gruppen · M Bauteile“). Die Standard-Mengengröße kommt aus der Klasse (Wand/Decke/Stütze → Volumen, Belag → Grundfläche, Fenster/Tür → Stück, Rohr/Geländer → Länge).
Aus SmartViews
Legt in einem Zug je SmartView einen gebundenen Ansatz an; Mengengröße automatisch aus der dominanten IFC-Klasse oder fest. Mit Suchfeld und „Alle“/„Keine“.

Alle Einstellungen eines Ansatzes stehen in der Tabelle: Farbe, Name, Objektmenge (SmartView), Mengengröße, Formel, Einheit, Positionsart, Quelle, Faktor, Notiz. Der Bereich darunter ist der Nachweis — Rechenweg, Kennzahlen, 3D-Zugriff und die Bauteilliste mit Einzelwerten.

Mengengrößen und Formeln

Wählbare Mengengrößen sind Anzahl, Volumen, Oberfläche, Grundfläche (projiziert), Ansichtsfläche, Länge, Höhe und Breite — jeweils mit Faktor. Statt einer festen Größe kann ein Ansatz eine Formel tragen; sie wird je Bauteil ausgewertet und über die Gruppe summiert.

VariablenBedeutung
V A Ag Aa AqVolumen · Oberfläche · Grundfläche (projiziert) · Ansichtsfläche · Querschnitt
L Ls Ll H BLänge (bei Krümmung Bogenlänge) · Sehnenmaß · Länge waagrecht · Höhe · Breite
bx by bz, nwelt-achsparallele Hüllbox · n = 1 (zum Zählen)
Blattnamejede numerische Eigenschaft aus jedem PropertySet, z. B. NetVolume, Thickness
Voller Nameeindeutig qualifiziert: Qto_WallBaseQuantities.NetVolume, Pset_WallCommon.Thickness
icpder gerechnete Kennsatz, z. B. icpTopArea oder ICP.icpTopArea
V * 1.05  ·  L * B  ·  max(Ag, 0.5)  ·  Pset_WallCommon.Thickness * A
Das Formel-Fenster hat drei Karten: Formel, Probe und Variablen. „Probe“ rechnet die Formel an einem einzelnen, blätterbaren Bauteil vor und zeigt unter „Eingesetzte Werte“ jede benutzte Variable mit ihrer Zahl. Die Summe allein sagt nicht, welche Zahl schiefliegt — die eingesetzten Werte tun es.
Die Variablenliste trennt nach Herkunft: Geometrie (gerechnet), IFC-Mengen aus der Datei (was Revit oder Civil 3D beim Export mitgeschrieben hat), infraCore/ICP (gerechnet) und PSet-Attribute. Das ist keine Doppelung: Wer gegen die Planungsmenge abrechnet, nimmt die IFC-Menge; wer die Modellmenge will, die gerechnete. Sie weichen regelmäßig voneinander ab.

Leistungsverzeichnis

Drei Knotenarten: Leistungsgruppen (Gliederung), Positionen(OZ, Kurz- und Langtext, Einheit, Menge, Einheitspreis) und Aufmaßzeilenunter einer Position. Gesamtpreise rollen über die Hierarchie zur Gesamtsumme hoch. Neue Knoten bekommen automatisch eine sinnvolle Ordnungszahl (Gruppen zweistellig, Positionen vierstellig in Zehnerschritten) — frei überschreibbar.

AufmaßzeileObjektbezugMenge
Mengenansatzja, über den AnsatzAnsatz-Summe × Faktor
Handaufmaßneinkonstante Formel wie 3.5*2.0+1.2 × Faktor
Abzugwie obenzieht ab statt zuzuzählen (Öffnungen, entfallene Bauteile)

Angelegt werden sie per Rechtsklick auf eine Position → „Aufmaßzeile aus Mengenansatz…“. Erst mehrere Zeilen machen zusammengesetzte Aufmaße möglich — und das Aufmaß nachprüfbar, weil jede Zeile ihren eigenen Nachweis trägt. Umgekehrt überführen „Als LV-Position“ bzw. „Alle Ansätze“Ansätze in einem Zug ins LV.

LV importieren und fortschreiben

1
Importieren
QTO&LV → Import → LV importieren liest .xlsx und echtes .xls. Der Dialog führt durch Arbeitsblatt → Kopfzeile (wird geraten) → Spaltenzuordnung (halbautomatisch, überschreibbar) → Vorschau mit Positionen, Ebenen, übersprungenen Zeilen und zwei Kontrollsummen.
2
Reimport: fortschreiben
Ein LV kommt mehrfach — Erstausgabe, Nachtrag, Korrektur. Der Modus „fortschreiben“ (Vorgabe) gleicht über die OZ ab: gleiche OZ = derselbe Knoten. Damit überleben Aufmaßblatt und Prüfgruppe den Reimport. Vor dem Übernehmen zeigt der Dialog einen Vergleich (unverändert · fortgeschrieben · neu · entfallen) und warnt gesondert, wenn entfallende Positionen Verknüpfungen tragen. „Ersetzen“ legt alles neu an und verliert sie. Die Datei steht danach unterProjekt › Quellen; „Aktualisieren“ liest eine neue Fassung mit denselben Einstellungen ein und schreibt dabei immer fort.
3
Importierte Mengen bleiben fest
Eine importierte Menge ist eine händisch ermittelte Größe — das Modell überschreibt sie nicht. Sie ist in der Tabelle direkt editierbar; wer sie doch aus dem Modell rechnen will, legt der Position ein Aufmaßblatt an. Die Umschaltung ist verlustfrei.
4
Modellabgleich (Plausibilisierung)
Jede Position kann zusätzlich einen Mengenansatz nur zum Prüfen verknüpfen (Feld „Abgleich“). Die Spalte Modellabgleich zeigt dann Modellmenge, Abweichung und Bewertung: deckungsgleich (≤ 1 %), geringe Abweichung (≤ 5 %), Abweichung prüfen oder Prüfgruppe fehlt. Bewusst einseitig — die LV-Menge wird nie automatisch ersetzt, die Entscheidung bleibt bei der prüfenden Person.

Der Blick ins Modell

Prüfblick
Ein Bauteil gilt als erfasst, wenn es in der SmartView mindestens eines Ansatzes liegt. „Nicht erfasste isolieren“ zeigt im 3D genau die Gegenmenge — der schnellste Vollständigkeitscheck. Zurück mit „Alle zeigen“.
Rückweg 3D → Ansatz
Ist im Modell etwas markiert, steht über der Tabelle eine Zeile mit den Ansätzen und LV-Positionen, die diese Auswahl erfassen — als Chips zum Anspringen. Das ist die Frage beim Prüfen eines LV: „dieses Bauteil — wo wird es abgerechnet?“ Erfasst es kein Ansatz, steht die Zeile im Warnton.
3D-Farben
Färbt die Bauteile je Ansatz in dessen Farbe.
Weil die Objektmenge eines Ansatzes die SmartView ist, nähme deren Löschung den Ansatz mit. Verwendete SmartViews lassen sich deshalb nicht beiläufig löschen — der Dialog nennt die Verwender (Mengen, 4D, Kollision, DataBuild) namentlich.

Export

Excel (XLSX)
Blätter „Mengengruppen“ und „Leistungsverzeichnis“ — inklusive Quelle, Modellmenge, Abweichung und Bewertung.
IFC 4.3
Schema-konform: Ansätze als IfcGroup + IfcElementQuantity (mit Formel), das LV als IfcCostSchedule → IfcCostItem-Baum.
Der Tab lässt sich als eigenes Fenster herauslösen — Ansätze, LV und der übernommene Stand reisen mit. „Geometrie berechnen“, Zoom und Sonde brauchen den 3D-Viewport und werden ans Hauptfenster weitergereicht.

Technische Details: docs/mengen.md