Zum Inhalt
infraCore Studio· HilfeZur App

Hilfe / Trasse, Bestand & Untergrund

GeoDoc — Vortriebsdokumentation

Was beim Vortrieb tatsächlich angetroffen wird — in echten Weltkoordinaten aufnehmen.

Ortsbrust, Laibung oder Schacht zeichnen, Teilbereiche ansprechen, Trennflächen und Wasser dokumentieren. Der Unterschied zu einer Zeichnung auf einem Foto: Alles liegt in echten Weltkoordinaten, ist sofort im 3D sichtbar und reist als IFC 4.3 im Projekt mit. GeoDoc ist ein eigenes, lizenzierbares Modul — ohne Freischaltung ist es nicht sichtbar.

Der Arbeitsweg

Die Reiter oben im GeoDoc-Tab sind der Arbeitsweg, von links nach rechts: Baulose → Vortriebe → Abschlag → Zeichnen → Parameter → Gefüge → Wasser → Beschreibung → Prüfen → Bericht → Ausgabe → Katalog. Links steht in jedem Schritt die Liste der Erfassungen — mit Baulos, Vortrieb und Station.

Baulose und Vortriebe richtest du einmal je Projekt ein: Baulose sind optional, ein Vortrieb bindet Achse, Richtung und die vorkommenden Regelquerschnitte. Ein Abschlag gehört über seinen Vortrieb zu einem Baulos.

1
Bezugsfläche festlegen
Die Fläche, auf der gezeichnet wird, entsteht aus Achse + Regelquerschnitt + Station — nicht aus einem Bild. „Ortsbrust“ ist die Ebene quer zur Achse an einer Station, „Laibung“ die abgewickelte Mantelfläche zwischen zwei Stationen. „Ortsbrust“ bzw. „Laibung“ im Kopf des Schritts (oder im Menüband) legt eine neue an — Achse und Regelquerschnitt kommen vom Vortrieb, die Station aus dem Abschlag — und macht sie sofort zur Zeichenebene dieses Abschlags. Fehlt ein Regelquerschnitt, holt ihn der Knopf „DXF-Profil“ direkt in die Profilbibliothek — dafür braucht es keine infraBuild-Lizenz. Achte auf die Einheit (m/cm/mm) daneben.
2
Kopieren oder mitbenutzen — der Unterschied zählt
Bezugsflächen gelten fürs ganze Projekt, und es gibt zwei Wege zu einer schon eingestellten Fläche. Duplizieren (Knopf an der Flächenkarte, im Menüband, im Leerzustand „Nächstgelegene duplizieren“) macht eine eigene Kopie: gleiche Parameter — Regelquerschnitt, Nullpunkt, Zählrichtung, Naht, Laibungsfenster —, aber auf der Station dieses Abschlags und unabhängig von der Vorlage. War die Vorlage über ihr Schloss von Hand platziert, behält die Kopie deren Lage. „Vorhandene Fläche anhängen“ (Auswahlzeile im Kopf) benutzt dagegen dieselbe Fläche mit: sie hängt danach an mehreren Abschlägen, und eine Änderung an ihr wirkt in allen. Das ist gewollt bei einer Laibung, die über mehrere Abschläge läuft — sonst willst du duplizieren.
3
Fläche teilen und zuordnen
Mit Trennlinie von Rand zu Rand teilen; Insel zeichnet einen geschlossenen Umriss, der zugleich eigene Fläche und Loch der Restfläche wird. Die Teilflächen werden abgeleitet — löschst du eine Linie, verschmelzen sie wieder. Der schnellste Weg zur Ansprache ist der Rechtsklick auf eine Teilfläche: Teilbereich zuweisen oder neu anlegen und im Untermenü gleich die Lithologie wählen — zugeordnet, angesprochen und eingefärbt in einem Klick. Offene Flächen tragen eine gestrichelte Warnkontur.
4
Teilbereiche ansprechen
Im Schritt „Parameter“ stehen „Teilbereich allgemein“, „Lithologie 1“ und „Lithologie 2“ nebeneinander. Welche Felder erscheinen, bestimmt der Katalog — und die Gesteinsart der gewählten Lithologie (FG/LG) blendet aus, was nicht passt.
5
Gefüge und Wasser
Müllerfähnchen setzt du beim Zeichnen; die Raumlage kannst du tippen, mit drei Klicks im 3D picken oder aus einer nachgezeichneten Spur rückrechnen. Eine gezeichnete Signatur wird per Rechtsklick zur Trennfläche und ist dann ihre Spur. Dazu Wasser-Zutrittstellen, Stereoplot (Schmidt'sches Netz) und die Winkel zwischen den Flächen.
6
Beschreiben
Im Schritt „Beschreibung“ steht die aufgenommene Fläche links und der Fließtext rechts — geologische Beschreibung und Anmerkungen also mit Blick auf das, was sie beschreiben.
7
Bericht
Ein eigener Schritt, weil er einen eigenen Arbeitsweg hat: Abschlagsblatt (druckfertig, PDF oder HTML) und Bereichsbericht von Station bis Station — mit Umfangsanzeige, damit du vor dem Drucken siehst, wie viele Aufnahmen und wie viele Meter enthalten sind. Wer Deckblatt, Reihenfolge und Tabellen selbst bestimmen will, geht von hier in den Berichtseditor; GeoDoc ist dort vollständige Datenquelle.
8
Ausgeben — drei Reiter
Statistik (Verteilungen, Vortriebsklassen-Bilanz, Stützmittel, Kennzahlen — mit ausgewiesenem Umfang), Tunnelband (das Bild samt Aufbau und eigener Ausgabe als SVG/DXF/DWG) und Dateien (Excel-Arbeitsmappe, IFC 4.3). Lädst du das IFC in den Projektbaum, greifen SmartViews, Suche, Eigenschaften, SQL, DashBI und Mengen ganz normal darauf zu.

Zeichenfläche: was wo liegt

Vortriebsrichtung
Über der Zeichenfläche einer Ortsbrust steht die Vortriebsrichtung in Grad: Azimut (0° = Nord, im Uhrzeigersinn), Himmelsrichtung und Längsneigung mit dem Wort „fallend“/„steigend“. Beim Zeichnen blickt man gegen diese Richtung — daran hängt, welche Seite des Querschnitts links liegt und wohin ein Fallzeichen zeigt. Fehlt Achse oder Regelquerschnitt, steht dort „unbekannt“ statt einer 0, die von „nach Norden“ nicht zu unterscheiden wäre. Auf der abgewickelten Laibung erscheint die Angabe nicht: dort gibt es keine Blickrichtung, auf die sich der Wert beziehen ließe.
Achsen
Ortsbrust: waagrecht die Profilbreite, senkrecht die Höhe. Laibung: waagrecht die Abwicklung (Bogenlänge), senkrecht die Station — wie ein aufgeklappter Querschnitt. Die 3D-Vorschau rechts blickt frontal auf dieselbe Fläche; der Knopf „wie 2D“ stellt diesen Blick nach dem Drehen wieder her.
Rechtsklick
Teilbereich zuweisen oder neu anlegen (mit Lithologie-Untermenü), Zuordnung lösen, „ansprechen …“, Trennfläche oder Wasserzutritt setzen, Signatur → Trennfläche, Löschen von Trennlinie, Signatur, Fähnchen und Zutrittstelle. Verschieben mit der rechten Maustaste geht weiterhin — dafür ziehen.
IFC-Vorschau: anklickbar und auswertbar
Die Aufnahme im 3D-Viewport ist eine Zeichnung — sie zeigt, wo alles liegt, besteht aber nicht aus Modellelementen. Deshalb lassen sich die Flächen dort nicht anklicken, und Eigenschaften, SmartViews, Suche, SQL, DashBI und Mengen kennen sie nicht.
Ein Klick auf „IFC-Vorschau“ (Menüband „Im Modell“, Leiste des Viewer-Modus oder Schritt „Ausgeben“ → „Dateien“) lädt die Aufnahme als reguläres Modell in den Projektbaum — ohne Umweg über eine Datei. Danach sind die Flächen anklickbar, tragen die Katalogparameter als Eigenschaften und sind über alle Auswertungen erreichbar. Der Knopf nennt seinen Stand: aktuell oder erneuern, wenn die Aufnahme sich seither geändert hat.
Sie wächst nicht von allein mit: Bei 1000 Abschlägen kostet das Erzeugen rund 5 Sekunden und ergibt eine 40 MB große IFC-Struktur, die noch eingelesen werden muss. Bei jeder Änderung neu zu rechnen wäre nicht bedienbar — deshalb bleibt es ein ausdrücklicher Klick.
Modellschnitt
Blendet das geladene IFC-Modell in der Ebene der Bezugsfläche als blasse Unterlage ein (nur Ortsbrust) — zum Abgleich Soll/Ist, ohne ins 3D zu wechseln.
Prognose
Schnitt durch die Baugrundmodelle an der Station, etwas größer als der Querschnitt, als Zeichenvorlage. Welche Modelle das sind, bestimmst du im Projektbrowser: Modell rechtsklicken → „Als Baugrundmodell einstufen“. Geschnitten wird nur, was im 3D sichtbar ist. Wie weit die Prognose über den Querschnitt hinaus reicht, stellst du unter Darstellung → Ausschnitt in Metern ein (ohne neu zu holen). Unten links steht eine Prognose-Legende; ein Klick auf einen Eintrag oder auf eine Prognosefläche außerhalb des Querschnitts öffnet ihre Eigenschaften (Schicht, Fläche, Ausschnitt, Entfernen). Die Auswahl bleibt bei derselben Schicht, auch wenn du den Ausschnitt danach änderst.

Abschlagsfolge

Ein neuer Abschlag (+ am Vortrieb) und eine Kopie („wie der letzte“) öffnen sofort den Reiter Abschlag. Die Abschlagsdaten — Bogenstation, Abschlagslänge, Datum, Bearbeiter, Überlagerung — sind dabei nicht vorausgefüllt; du trägst sie selbst ein, die Prüfung erinnert daran. Der leere Abschlag liegt an der Anschlussstelle — im Gegenvortrieb also an der kleineren Station des zuletzt aufgefahrenen Abschlags. Sobald Bogenstation oder Abschlagslänge eingetragen ist, verschwindet der Hinweis „eintragen“. Die Kopie übernimmt die Bezugsflächen und die Ansprache der Teilbereiche, die Zeichnung nicht; die Flächen folgen, sobald die Station eingetragen ist. Beim Kopieren von Teilbereichen oder Abschlägen filtert das Feld TM ± m schon beim Tippen auf die Vorlagen im Umkreis dieses Tunnelmeters. Gemessen wird in beiden Dialogen gleich: zum ganzen Abschlagsbereich — ein Abschlag, in dem der Tunnelmeter liegt, hat den Abstand 0.

„Vom aktiven Abschlag übernehmen“ (über der Erfassungsliste) legt den nächsten Abschlag an: Stationsbereich und Bezugsflächen rücken um eine Abschlagslänge weiter, die Ansprache der Teilbereiche wird übernommen, die Zeichnung nicht. Neue Bezugsflächen übernehmen den Stationsbereich der Erfassung — die Ortsbrust liegt am Ende des Abschlags.

In der Erfassungsliste setzen Enter oder Leertaste die fokussierte Erfassung aktiv; Alt+↑/↓ hängt sie in den vorigen oder nächsten Vortrieb um. Dasselbe geht per Ziehen auf einen Gruppenkopf und über das Feld „Vortrieb“ im Kopfformular.

Katalog — er bestimmt, was erfasst wird

Es gibt keine fest verdrahtete Feldliste: Der Katalog steuert Eingabemaske, Excel-Ausgabe und IFC-PropertySets gleichzeitig. Drei Gruppen — Lithologie (Teilbereiche), Gefüge (Trennflächen), Wasser.

Parameter
Ebene (am Teilbereich oder an der Lithologie), Gilt für (FG/LG/beide), Erfassungsart (Einzelwert · überwiegend/untergeordnet · von–bis) und die Auswahlwerte. Leere Werteliste = freies Textfeld.
Gesteinsart
Beim Schlüsselparameter „Lithologie“ trägt jeder Wert neben der Farbe ein Feld „— / FG / LG“. Das ist die Gegenseite zu „Gilt für“: es entscheidet, welche Parameter bei dieser Lithologie überhaupt angeboten werden. Ohne Zuordnung bleiben alle sichtbar; ein Abzeichen zeigt, wie viele Werte noch offen sind.
Excel
Die Mappe hat vier Listen: Parameter, Werte (mit Farbe als Text wie #C8A97E und Gesteinsart), Textfelder und Katalog. Spalten dürfen umsortiert werden, eigene Zusatzspalten stören nicht, und eine leere Zelle heißt „keine Angabe“.

Rollen — wer darf was

GDAdmin
Darf alles: Baulose und Vortriebe einrichten, Katalog und Projektschema pflegen, erfassen, löschen, prüfen, freigeben — und Rollen vergeben.
User
Erfasst und zeichnet, darf im eigenen Arbeitsbereich löschen. Baulose und Vortriebe kann er weder anlegen noch löschen, den Schritt Katalogsieht er nicht.
Auditor
Bestätigt und gibt frei — mehr nicht: löschen kann er nichts, erfassen ebenfalls nicht. Den Katalog darf er lesen, sonst wäre eine Ansprache nicht beurteilbar.
Woher die Rolle kommt
Hinterlegt wird sie vom Administrator am Konto (gilt in allen Projekten). Ein Projekt kann zusätzlich eine eigene Zuweisung tragen — Schritt Katalog → Rollen; sie geht vor. Ohne Anmeldung oder ohne hinterlegte Rolle bleibt alles offen. Gespeichert wird nur der Anmeldename. Die Rollen ordnen den Ablauf und schützen vor Versehen; ein technischer Schutz der Daten sind sie nicht — das Programm läuft im Browser.

Gut zu wissen

Tunnelband: Aufnahme, nicht Auslegung
Der Lithologieverschnitt steht als dicke Linie auf der Bruststation — je Lithologie eine in ihrer Farbe. Genau dort wurde aufgenommen; über die Meter zwischen zwei Aufnahmen behauptet das Band nichts. Die Laibungsaufnahme bleibt eine Strecke entlang der Station, denn dort wurde über die Länge beobachtet. Dazu die gezeichneten Signaturen als Kreuz an der Bruststation, in der Farbe ihrer Art (Ebene „Verschnitt Ortsbrust“). Jedes Fallzeichen trägt seinen Fallwinkel; wo Platz ist, die volle Angabe Fallrichtung/Fallwinkel.
Alles, was darüber hinaus geht, ist gerechnet und per Vorgabe aus: der Farbbalken über die ganze Abschlagslänge, die Treppenlinie der Lithologiegrenze, die aus Fallrichtung, Fallwinkel und Persistenz konstruierten Trennflächen-Spuren und die Fallzeichen. Über „Ebenen“ über der Zeichnung kommen sie dazu; die Fußzeile des Bildes schreibt in zwei getrennten Zeilen auf, was AUFNAHME ist und was DARAUS GERECHNET. Diese Wahl gehört zum Projekt und gilt für Bildschirm, PDF, CAD und Bericht gleichermaßen. Nicht aufgenommene Bereiche sind schraffiert und werden benannt.
Maßstab des Bands
Vorgabe ist eine Bildhöhe in Pixeln — dann ergibt sich die Überhöhung daraus und steht im Bild. Der Knopf „Maßstabsgetreu“ über der Zeichnung dreht das um: Höhe und Station stehen im gleichen Maßstab, die Höhe des Längsschnitts ist die Tunnelhöhe und die des Grundrisses die Profilbreite auf der Schnittebene. Die Wirkung hängt am gezeigten Ausschnitt: bei 500 m Fenster wird der Schnitt sehr flach, bei 20 m sehr hoch — nur so stimmt der Maßstab. Wird das Bild dabei unsinnig hoch, deckelt das Programm und sagt es in der Fußzeile. Eine andere Überhöhung als 1 stellst du im Aufbau ein.
Tunnelband im CAD (DXF/DWG)
Der Lithologieverschnitt liegt je Lithologie auf einem eigenen Layer, dessen Layerfarbe die Katalogfarbe ist; die Linien sind VonLayer gefärbt und haben die globale Breite 0,2 — in DXF R12, DXF 2018 und DWG. Fallzeichen stehen je Trennflächenart auf einem Layer „GEO-BAND-FALLZEICHEN-<Art>“ in der Farbe der Art. Verteilungs-Linienbänder gehen als gefüllte Flächen je Klasse hinaus, mit denselben Farben wie im Bild.
Einzelne Trennfläche aus dem Band nehmen
Im Schritt Gefüge trägt jede Trennfläche unter Fallrichtung/Fallwinkel das Kästchen „Im Tunnelband zeigen“. Abgewählt fällt sie aus Spur, Fallzeichen und CAD zugleich weg — erfasst bleibt sie: 3D-Scheibe und IFC-Ausgabe sind nicht betroffen. Wirksam wird das erst, wenn die Ebene „Trennflächen-Spuren“ an ist; das Kästchen sagt es dazu, solange sie aus ist.
Beispieldaten zum Ausprobieren
Im Schritt Vortriebe („Anlegen“ → Beispieldaten) und im Leerzustand der Erfassungsliste legt GeoDoc einen vollständigen Prüfstand an: Achse, Regelquerschnitt und Abschläge auf zwei gegenläufigen Vortrieben. Ein Editor bestimmt vorher Anzahl, Abstand der Abschläge, Lithologien und Trennflächen je Abschlag sowie die Achse: Grundriss mit Bögen oder als Gerade, Azimut in Grad und die Längsneigung in Grad (positiv steigend). Eingeklappt darunter Startstation, offenes Reststück, Verteilung und der Seed — derselbe Seed ergibt Zeichen für Zeichen dieselben Daten. Alle Katalogparameter sind belegt, damit Kennwerte und Statistik auf Zahlen laufen.
Vorgabe sind Bögen und eine gebrochene Gradiente, und das mit Grund: auf einer geraden, gleichmäßig geneigten Achse fallen Fehler bei Azimut, Nordpfeil, Streichlinie und Höhenverlauf nicht auf. Die anschaulichere Gerade ist deshalb eine bewusste Wahl — der Editor sagt es an der Stelle dazu. Die Geologie ist erfunden — nichts daraus darf in einen Bericht.
Linienbänder unter dem Band
Mitzeichnen lässt sich jede Angabe, die im GeoDoc erfasst ist — nach Herkunft gegliedert: Kennwerte (RQD, GSI, Q), Zahlen der Erfassung (Bergwasser, Überbruch, Abschlagslänge, Überlagerung, Fläche, Überbruchvolumen, Anzahlen, Vortriebsleistung), jeder Katalogparameter, die Stützmittel, Zuordnung und Bearbeitungsstand (Vortriebsklasse, Gebirgsverhalten, Bearbeiter, Vortrieb, Baulos …) und die Textfelder. Zahlen werden als flächengewichteter Mittelwert über die Teilbereiche gezeichnet, Klassen als beschriftetes Feld mit dem flächenmäßig überwiegenden Wert (der Anteil steht im Kurzhinweis). Fläche ohne Angabe wird ausgewiesen, nicht mitgemittelt. Die Vortriebsklasse ist ein Linienband wie jedes andere — zu- und abschaltbar, verschiebbar, entfernbar.
Katalogparameter zeigen per Vorgabe die Verteilung im Abschlag: ein gestapelter Balken von 0 % unten bis 100 % oben, gewichtet mit der dokumentierten Fläche, dem Anteil der Lithologie im Teilbereich und überwiegend/untergeordnet (Anteil überwiegend, sonst die Katalogvorgabe; von/bis je zur Hälfte). Nicht aufgeschlossene Teilbereiche wahlweise als graue Klasse zeigen oder herausrechnen (die übrigen Klassen auf 100 % der aufgeschlossenen Fläche). Rechts steht eine Legende; Farben je Klasse, Schriftgröße und Rechteckgröße stellst du am Linienband ein — dieselben Farben gehen als Layerfarben in DXF und DWG. Wahlweise bleibt es bei „Felder“ mit der überwiegenden Klasse.
Die Breite ist eine fachliche Aussage: gemessen wurde an der Bruststation, „Einfluss“ reicht deshalb je halbe Distanz zu den Nachbarn — gedeckelt und nie über eine Lücke hinweg. Der ganze Aufbau lässt sich als JSON-Datei speichern und in anderen Projekten einlesen; eine DXF-Vorlage kann Rahmen und Schriftfeld in den CAD-Export beisteuern.
Gleiches wird verbunden
Aufeinanderfolgende Abschnitte mit derselben Aussage werden zu einem Feld verbunden und nur einmal beschriftet — in der Vortriebsklassen-Bahn wie in jeder Klassenbahn. Verbunden wird nur, was tatsächlich aneinandergrenzt: über eine Lücke hinweg nicht, denn dort ist nichts dokumentiert. Der Kurzhinweis nennt weiterhin den ganzen Umfang (Anzahl Aufnahmen und Stationsbereich). Balken bleiben je Abschlag einzeln — dort ist jeder Balken ein eigener Messwert.
Aussehen eines Linienbands
Je Linienband wählbar: Darstellung (Balken, Stufen, Linie, Fläche, Punkte), freie Überschrift, Höhe, Deckkraft, Raster, Werte am Balken, ein Grenzwert mit Seite und die Reihenfolge (↑/↓). Zur Darstellung: eine Linie behauptet einen Verlauf zwischen zwei Bruststationen, den es nicht gibt — eine Stufe sagt nur „in diesem Bereich gilt dieser Wert“. Über eine fehlende Angabe wird nie hinweggezogen.
Legende statt Zahl im Bild
In der Zeichnung steht an jeder Teilfläche nur ihr Kürzel. Die Flächen stehen in der Legende oben links — auf ganze m² gerundet, mit Anteil und Summe. Gerundet wird nur die Anzeige: Bilanz, Bericht, Excel und die Abrechnung rechnen mit den vollen Werten. Wer die Zahl doch im Bild braucht: Darstellung → Flächenmaß.
Trennflächen im 3D
Jede Trennfläche steht als Scheibe mit Fläche in der wahren Raumlage — durchscheinend, doppelseitig, mit Umrandung, und anklickbar. Ihr Durchmesser ist die erfasste Persistenz (gedeckelt bei 6 m); ohne Persistenz bleibt ein kleines Symbolmaß, das nichts behauptet. Die Farbe kommt aus dem Katalog — je Gefügeart ein Ton. Zwei Kluftscharen derselben Art sind dabei nicht zu trennen: die Aufnahme kennt keine Schar-Zugehörigkeit. Wer sie trennen will, führt eigene Katalog-Arten („K1“/„K2“). Im IFC geht die Fläche als echtes Netz hinaus, die Umrandung als eigene Annotation.
Laibungsnaht
Die Abwicklung wird als ebenes Rechteck behandelt; die Naht liegt bei Bogenlänge 0. Eine Trennlinie über die Naht muss als zwei Linien gezeichnet werden.
Im Modell zeigen
Der Viewer-Modus dockt die Zeichenfläche links an den 3D-Viewport an. Dort wird verortet, kontrolliert und direkt im Modell gezeichnet — erfasst wird im Voll-Breite-Tab.
Eigener Verlauf
Solange die Zeichenfläche offen ist, wirkt StrgZ auf den GeoDoc-Verlauf, nicht auf den app-weiten. Ein Zieh-Vorgang ist dabei ein Schritt, nicht einer je Mausbewegung.

Technische Details: docs/geodoc.md