Vortriebsrichtung
Über der Zeichenfläche einer Ortsbrust steht die Vortriebsrichtung in Grad: Azimut (0° = Nord, im Uhrzeigersinn), Himmelsrichtung und Längsneigung mit dem Wort „fallend“/„steigend“. Beim Zeichnen blickt man gegen diese Richtung — daran hängt, welche Seite des Querschnitts links liegt und wohin ein Fallzeichen zeigt. Fehlt Achse oder Regelquerschnitt, steht dort „unbekannt“ statt einer 0, die von „nach Norden“ nicht zu unterscheiden wäre. Auf der abgewickelten Laibung erscheint die Angabe nicht: dort gibt es keine Blickrichtung, auf die sich der Wert beziehen ließe.
Achsen
Ortsbrust: waagrecht die Profilbreite, senkrecht die Höhe. Laibung: waagrecht die Abwicklung (Bogenlänge), senkrecht die Station — wie ein aufgeklappter Querschnitt. Die 3D-Vorschau rechts blickt frontal auf dieselbe Fläche; der Knopf „wie 2D“ stellt diesen Blick nach dem Drehen wieder her.
Rechtsklick
Teilbereich zuweisen oder neu anlegen (mit Lithologie-Untermenü), Zuordnung lösen, „ansprechen …“, Trennfläche oder Wasserzutritt setzen, Signatur → Trennfläche, Löschen von Trennlinie, Signatur, Fähnchen und Zutrittstelle. Verschieben mit der rechten Maustaste geht weiterhin — dafür ziehen.
IFC-Vorschau: anklickbar und auswertbar
Die Aufnahme im 3D-Viewport ist eine Zeichnung — sie zeigt, wo alles liegt, besteht aber nicht aus Modellelementen. Deshalb lassen sich die Flächen dort nicht anklicken, und Eigenschaften, SmartViews, Suche, SQL, DashBI und Mengen kennen sie nicht.
Ein Klick auf „IFC-Vorschau“ (Menüband „Im Modell“, Leiste des Viewer-Modus oder Schritt „Ausgeben“ → „Dateien“) lädt die Aufnahme als reguläres Modell in den Projektbaum — ohne Umweg über eine Datei. Danach sind die Flächen anklickbar, tragen die Katalogparameter als Eigenschaften und sind über alle Auswertungen erreichbar. Der Knopf nennt seinen Stand: aktuell oder erneuern, wenn die Aufnahme sich seither geändert hat.
Sie wächst nicht von allein mit: Bei 1000 Abschlägen kostet das Erzeugen rund 5 Sekunden und ergibt eine 40 MB große IFC-Struktur, die noch eingelesen werden muss. Bei jeder Änderung neu zu rechnen wäre nicht bedienbar — deshalb bleibt es ein ausdrücklicher Klick.
Modellschnitt
Blendet das geladene IFC-Modell in der Ebene der Bezugsfläche als blasse Unterlage ein (nur Ortsbrust) — zum Abgleich Soll/Ist, ohne ins 3D zu wechseln.
Prognose
Schnitt durch die Baugrundmodelle an der Station, etwas größer als der Querschnitt, als Zeichenvorlage. Welche Modelle das sind, bestimmst du im Projektbrowser: Modell rechtsklicken → „Als Baugrundmodell einstufen“. Geschnitten wird nur, was im 3D sichtbar ist. Wie weit die Prognose über den Querschnitt hinaus reicht, stellst du unter Darstellung → Ausschnitt in Metern ein (ohne neu zu holen). Unten links steht eine Prognose-Legende; ein Klick auf einen Eintrag oder auf eine Prognosefläche außerhalb des Querschnitts öffnet ihre Eigenschaften (Schicht, Fläche, Ausschnitt, Entfernen). Die Auswahl bleibt bei derselben Schicht, auch wenn du den Ausschnitt danach änderst.
Es gibt keine fest verdrahtete Feldliste: Der Katalog steuert Eingabemaske, Excel-Ausgabe und IFC-PropertySets gleichzeitig. Drei Gruppen — Lithologie (Teilbereiche), Gefüge (Trennflächen), Wasser.
Tunnelband: Aufnahme, nicht Auslegung
Der Lithologieverschnitt steht als dicke Linie auf der Bruststation — je Lithologie eine in ihrer Farbe. Genau dort wurde aufgenommen; über die Meter zwischen zwei Aufnahmen behauptet das Band nichts. Die Laibungsaufnahme bleibt eine Strecke entlang der Station, denn dort wurde über die Länge beobachtet. Dazu die gezeichneten Signaturen als Kreuz an der Bruststation, in der Farbe ihrer Art (Ebene „Verschnitt Ortsbrust“). Jedes Fallzeichen trägt seinen Fallwinkel; wo Platz ist, die volle Angabe Fallrichtung/Fallwinkel.
Alles, was darüber hinaus geht, ist gerechnet und per Vorgabe aus: der Farbbalken über die ganze Abschlagslänge, die Treppenlinie der Lithologiegrenze, die aus Fallrichtung, Fallwinkel und Persistenz konstruierten Trennflächen-Spuren und die Fallzeichen. Über „Ebenen“ über der Zeichnung kommen sie dazu; die Fußzeile des Bildes schreibt in zwei getrennten Zeilen auf, was AUFNAHME ist und was DARAUS GERECHNET. Diese Wahl gehört zum Projekt und gilt für Bildschirm, PDF, CAD und Bericht gleichermaßen. Nicht aufgenommene Bereiche sind schraffiert und werden benannt.
Maßstab des Bands
Vorgabe ist eine Bildhöhe in Pixeln — dann ergibt sich die Überhöhung daraus und steht im Bild. Der Knopf „Maßstabsgetreu“ über der Zeichnung dreht das um: Höhe und Station stehen im gleichen Maßstab, die Höhe des Längsschnitts ist die Tunnelhöhe und die des Grundrisses die Profilbreite auf der Schnittebene. Die Wirkung hängt am gezeigten Ausschnitt: bei 500 m Fenster wird der Schnitt sehr flach, bei 20 m sehr hoch — nur so stimmt der Maßstab. Wird das Bild dabei unsinnig hoch, deckelt das Programm und sagt es in der Fußzeile. Eine andere Überhöhung als 1 stellst du im Aufbau ein.
Tunnelband im CAD (DXF/DWG)
Der Lithologieverschnitt liegt je Lithologie auf einem eigenen Layer, dessen Layerfarbe die Katalogfarbe ist; die Linien sind VonLayer gefärbt und haben die globale Breite 0,2 — in DXF R12, DXF 2018 und DWG. Fallzeichen stehen je Trennflächenart auf einem Layer „GEO-BAND-FALLZEICHEN-<Art>“ in der Farbe der Art. Verteilungs-Linienbänder gehen als gefüllte Flächen je Klasse hinaus, mit denselben Farben wie im Bild.
Einzelne Trennfläche aus dem Band nehmen
Im Schritt Gefüge trägt jede Trennfläche unter Fallrichtung/Fallwinkel das Kästchen „Im Tunnelband zeigen“. Abgewählt fällt sie aus Spur, Fallzeichen und CAD zugleich weg — erfasst bleibt sie: 3D-Scheibe und IFC-Ausgabe sind nicht betroffen. Wirksam wird das erst, wenn die Ebene „Trennflächen-Spuren“ an ist; das Kästchen sagt es dazu, solange sie aus ist.
Beispieldaten zum Ausprobieren
Im Schritt Vortriebe („Anlegen“ → Beispieldaten) und im Leerzustand der Erfassungsliste legt GeoDoc einen vollständigen Prüfstand an: Achse, Regelquerschnitt und Abschläge auf zwei gegenläufigen Vortrieben. Ein Editor bestimmt vorher Anzahl, Abstand der Abschläge, Lithologien und Trennflächen je Abschlag sowie die Achse: Grundriss mit Bögen oder als Gerade, Azimut in Grad und die Längsneigung in Grad (positiv steigend). Eingeklappt darunter Startstation, offenes Reststück, Verteilung und der Seed — derselbe Seed ergibt Zeichen für Zeichen dieselben Daten. Alle Katalogparameter sind belegt, damit Kennwerte und Statistik auf Zahlen laufen.
Vorgabe sind Bögen und eine gebrochene Gradiente, und das mit Grund: auf einer geraden, gleichmäßig geneigten Achse fallen Fehler bei Azimut, Nordpfeil, Streichlinie und Höhenverlauf nicht auf. Die anschaulichere Gerade ist deshalb eine bewusste Wahl — der Editor sagt es an der Stelle dazu. Die Geologie ist erfunden — nichts daraus darf in einen Bericht.
Linienbänder unter dem Band
Mitzeichnen lässt sich jede Angabe, die im GeoDoc erfasst ist — nach Herkunft gegliedert: Kennwerte (RQD, GSI, Q), Zahlen der Erfassung (Bergwasser, Überbruch, Abschlagslänge, Überlagerung, Fläche, Überbruchvolumen, Anzahlen, Vortriebsleistung), jeder Katalogparameter, die Stützmittel, Zuordnung und Bearbeitungsstand (Vortriebsklasse, Gebirgsverhalten, Bearbeiter, Vortrieb, Baulos …) und die Textfelder. Zahlen werden als flächengewichteter Mittelwert über die Teilbereiche gezeichnet, Klassen als beschriftetes Feld mit dem flächenmäßig überwiegenden Wert (der Anteil steht im Kurzhinweis). Fläche ohne Angabe wird ausgewiesen, nicht mitgemittelt. Die Vortriebsklasse ist ein Linienband wie jedes andere — zu- und abschaltbar, verschiebbar, entfernbar.
Katalogparameter zeigen per Vorgabe die Verteilung im Abschlag: ein gestapelter Balken von 0 % unten bis 100 % oben, gewichtet mit der dokumentierten Fläche, dem Anteil der Lithologie im Teilbereich und überwiegend/untergeordnet (Anteil überwiegend, sonst die Katalogvorgabe; von/bis je zur Hälfte). Nicht aufgeschlossene Teilbereiche wahlweise als graue Klasse zeigen oder herausrechnen (die übrigen Klassen auf 100 % der aufgeschlossenen Fläche). Rechts steht eine Legende; Farben je Klasse, Schriftgröße und Rechteckgröße stellst du am Linienband ein — dieselben Farben gehen als Layerfarben in DXF und DWG. Wahlweise bleibt es bei „Felder“ mit der überwiegenden Klasse.
Die Breite ist eine fachliche Aussage: gemessen wurde an der Bruststation, „Einfluss“ reicht deshalb je halbe Distanz zu den Nachbarn — gedeckelt und nie über eine Lücke hinweg. Der ganze Aufbau lässt sich als JSON-Datei speichern und in anderen Projekten einlesen; eine DXF-Vorlage kann Rahmen und Schriftfeld in den CAD-Export beisteuern.
Gleiches wird verbunden
Aufeinanderfolgende Abschnitte mit derselben Aussage werden zu einem Feld verbunden und nur einmal beschriftet — in der Vortriebsklassen-Bahn wie in jeder Klassenbahn. Verbunden wird nur, was tatsächlich aneinandergrenzt: über eine Lücke hinweg nicht, denn dort ist nichts dokumentiert. Der Kurzhinweis nennt weiterhin den ganzen Umfang (Anzahl Aufnahmen und Stationsbereich). Balken bleiben je Abschlag einzeln — dort ist jeder Balken ein eigener Messwert.
Aussehen eines Linienbands
Je Linienband wählbar: Darstellung (Balken, Stufen, Linie, Fläche, Punkte), freie Überschrift, Höhe, Deckkraft, Raster, Werte am Balken, ein Grenzwert mit Seite und die Reihenfolge (↑/↓). Zur Darstellung: eine Linie behauptet einen Verlauf zwischen zwei Bruststationen, den es nicht gibt — eine Stufe sagt nur „in diesem Bereich gilt dieser Wert“. Über eine fehlende Angabe wird nie hinweggezogen.
Legende statt Zahl im Bild
In der Zeichnung steht an jeder Teilfläche nur ihr Kürzel. Die Flächen stehen in der Legende oben links — auf ganze m² gerundet, mit Anteil und Summe. Gerundet wird nur die Anzeige: Bilanz, Bericht, Excel und die Abrechnung rechnen mit den vollen Werten. Wer die Zahl doch im Bild braucht: Darstellung → Flächenmaß.
Trennflächen im 3D
Jede Trennfläche steht als Scheibe mit Fläche in der wahren Raumlage — durchscheinend, doppelseitig, mit Umrandung, und anklickbar. Ihr Durchmesser ist die erfasste Persistenz (gedeckelt bei 6 m); ohne Persistenz bleibt ein kleines Symbolmaß, das nichts behauptet. Die Farbe kommt aus dem Katalog — je Gefügeart ein Ton. Zwei Kluftscharen derselben Art sind dabei nicht zu trennen: die Aufnahme kennt keine Schar-Zugehörigkeit. Wer sie trennen will, führt eigene Katalog-Arten („K1“/„K2“). Im IFC geht die Fläche als echtes Netz hinaus, die Umrandung als eigene Annotation.
Laibungsnaht
Die Abwicklung wird als ebenes Rechteck behandelt; die Naht liegt bei Bogenlänge 0. Eine Trennlinie über die Naht muss als zwei Linien gezeichnet werden.
Im Modell zeigen
Der Viewer-Modus dockt die Zeichenfläche links an den 3D-Viewport an. Dort wird verortet, kontrolliert und direkt im Modell gezeichnet — erfasst wird im Voll-Breite-Tab.
Eigener Verlauf
Solange die Zeichenfläche offen ist, wirkt StrgZ auf den GeoDoc-Verlauf, nicht auf den app-weiten. Ein Zieh-Vorgang ist dabei ein Schritt, nicht einer je Mausbewegung.