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Hilfe / Trasse, Bestand & Untergrund

GIS & Vermessung

Geodaten, Gelände und Vermessung im selben georeferenzierten Raum wie das Modell.

Stelle zuerst das Projekt-CRS ein. Jeder Import wird von seinem Quell-CRS dorthin umgerechnet — ohne gesetztes Projekt-CRS liegt am Ende alles nebeneinander statt übereinander.

Layer laden und steuern

GIS → Öffnen importiert CityGML/CityJSON, Shapefile (mit .dbf-Attributen und .prj-CRS), DXF, GeoJSON, PDF, Orthophotos (Bild + World-File) und GeoTIFF. Dazu kommen Webdienste: WMS, WMTS, WFS und Webkarten als Hintergrund.

Bei DXF werden Text- und Binärdateien gelesen. Schraffuren(HATCH) kommen als gefüllte Flächen an — mit Löchern, auch aus Blöcken. Das Muster selbst (Beton-Schrägstriche, Sand-Punkte) wird nicht gezeichnet: die Fläche erscheint als halbtransparenter Farbton der Schraffurfarbe. Nicht sichtbar sein soll eine Schraffur? Ihren DXF-Layer in der Layerliste ausschalten.

GIS → OGC-Dienst öffnet die Dienst-Auswahl in drei Schritten: links 1 · Dienst — eine durchsuchbare Liste amtlicher Dienste aus Österreich und Deutschland (Luftbilder, Kataster, Verwaltungsgrenzen, Gelände) oder Ihre eigene Adresse; rechts 2 · Ebene wählen mit Suche über Titel, technischen Namen und Beschreibung — ↑/↓ wählt,Enter lädt; darunter 3 · Gebiet & Umfang(Projektgebiet oder Achs-Korridor, Auflösung bzw. Objekt-Obergrenze).

Dienste prüfen
Der Knopf „Prüfen“ ruft jeden angezeigten Dienst der Liste einmal ab und schreibt an die Zeile, ob er antwortet: grün mit der Zahl seiner Ebenen, rot mit dem Grund. Oben steht die Bilanz, ein Filter blendet die Ausfälle aus. Das Ergebnis bleibt gespeichert; die Prüfung läuft gedrosselt und lässt sich stoppen.
Grünes EPSG-Kennzeichen
Steht an einer Ebene Ihr Projekt-Koordinatensystem (z. B. EPSG:31256), liefert der Dienst es direkt — diese Ebene wird ohne Umrechnen geladen und ist dadurch schärfer.
Dienst nicht erreichbar? Geben Sie die Dienst-Adresse mit https:// an. Im Browser blockiert die Mixed-Content-Regel jeden unverschlüsselten http://-Abruf einer https-Seite. Viele amtliche Dienste nennen in ihrer eigenen Beschreibung (GetCapabilities) noch eine http-Adresse, obwohl sie über https laufen — diese Adressen zieht die App selbst auf https nach, dafür müssen Sie nichts tun. Bleibt es bei der Meldung, erlaubt der Server keine Browser-Zugriffe (CORS) oder ist offline; das kann die App nicht umgehen.
WoWas
Projektstruktur, Reiter GISLayerliste mit Suche, „Alle ein/aus“, nach Typ gruppiert — Sichtbarkeit wirkt sofort
Detailleiste, Reiter GISLayer bearbeiten: Höhe, Drapieren aufs Gelände, Farbe, CRS, Klassifizierung, Filter, Beschriftung — gepuffert, wirkt mit „Ausführen“
ViewportKlick auf ein GIS-Objekt zeigt seine Attribute im Eigenschaften-Panel — sofern GIS-Auswahl im Reiter „Ansicht“ eingeschaltet ist

„verknüpft“ an einem Layer heißt: seine Quelldatei liegt außerhalb der Projektdatei (Desktop-App, nicht zugeschnitten) — gespeichert wird nur der Pfad. Wer die .icproj weitergibt, gibt diesen Layer also nicht mit. Rechtsklick › In Projektdatei einbetten legt eine Kopie ins Projekt, Nur verknüpfenmacht das wieder rückgängig. Beim Speichern weist ein kurzer Hinweis darauf hin, und „Exportieren (Auswahl)…“ bettet verknüpfte Ebenen standardmäßig mit ein.

Beschriftet wird wie in QGIS: ein oder mehrere Attribute je Layer, mit Textgröße, Halo, Umriss und gestapelten Feldern.

Auf Layer zoomen. Nach dem Laden fährt die Ansicht die neu geladenen Layer von selbst an — nicht „alles“. Das ist nötig, weil Geodaten in realen Landeskoordinaten liegen und damit oft kilometerweit vom Modell entfernt sind. Später jederzeit über Rechtsklick auf eine Layerzeile → „Auf Layer zoomen"; mit Strg-/Umschalt-Klick mehrere Layer auswählen und gemeinsam einpassen. Auch ein ausgeblendeter Layer wird angefahren. Angefahren wird die Höhe, auf der der Layer wirklich liegt: bei Orthophoto/Webkarte die eingestellte Höhenlage, bei „auf Gelände legen“ das Gelände, bei Daten mit eigenen Höhen deren Höhenband. Landet die Ansicht weit neben dem Modell, stimmt in der Regel das Quell-CRS des Layers nicht (die Liste zeigt ein abweichendes CRS mit einem Warndreieck).

Gelände (DGM)

DGM erzeugen
Im Menüband Mesh: DGM aus Linien (Isolinien, 3D-Linien, 3D-Punkte oder ein DXF-TIN), DGM aus Wolke (aus einer Punktwolke) oder Web-DGM (aus einem Höhendienst).
Löcher
„Loch zeichnen“ oder „Aus Auswahl“ schneiden einen Ausschnitt mit exakter Kante ins Gelände — etwa für eine Baugrube. „Ausschnitt reset“ nimmt es zurück.
DGM → IFC
Export als IFC 4.3 (IfcGeographicElement TERRAIN, TriangulatedFaceSet) mit Angabe von Project und Site. Orthophotos werden dabei exakt auf die Oberfläche drapiert.

Vermessung

Punktimport
Vermessungspunkte aus Excel: Der Dialog erkennt Rechts-, Hoch- und Höhenspalte halbautomatisch, überspringt Vorlaufzeilen und lässt jede Zuordnung überschreiben.
Absteckpunkte
Aus zylindrischen Bauteilen (z. B. Pfählen) die Achse ableiten und daraus eine Absteckliste erzeugen.
Street View
Zwei Klicks — Standpunkt und Blickrichtung — öffnen Google Street View mit korrektem Heading. Die Umrechnung läuft über das Projekt-CRS nach WGS84.
3D-Kartenhintergrund
Fotorealistische 3D-Kacheln (Google Photorealistic 3D Tiles über Cesium ion) direkt in derselben Szene — mit gemeinsamem Tiefenpuffer, also echter Verdeckung, und Berücksichtigung der Schnittebenen. Benötigt einen Cesium-ion-Token; dieser reist nicht im Projekt mit.

GIS2IFC — aus Geodaten werden Bauteile

Eigener Reiter und Arbeits-Tab: GIS-Layer (Punkte, Linien, Flächen) werden mit ihren Attributen regelbasiert zu echten 3D-Objekten mit typisierten Eigenschaften und einer wählbaren IFC-Klasse. Je Regel: Attribut-Vorfilter, Geometrie (Primitiv, Profil-Sweep, Polygon-Extrusion), Profil aus der geteilten Bibliothek, Vorschau ins Projekt, Export als IFC 4.3.

Technische Details: docs/gis.md, docs/gis2ifc.md, docs/cesium.md, docs/staking.md